MLKWS
Ich habe mich gefragt, warum ich nicht einfach Lastkraftwagenfahrer in Colorado werden sollte. Ich weiß nicht genau, wie ich darauf gekommen bin, vielleicht lag es am Film „Sind Wir Schon Da“ (der schlecht ist, und den ein Sebastian E. schon seit dem 8. Juli ausgeliehen hat, was ihn reichlich Nachgebühren kosten wird) , in dem man überdurchschnittlich viele Straßen zu sehen bekommt. Mein Herr Sebo, vom WebLog nebenan, wird jetzt sicher denken: Nein halt! ICH will Lastkraftwagenfahrer werden, nicht DU! Und vielleicht wird er kurz danach denken, dass er ja mit dem Flugzeug über mich und meinen großen, dicken Brummi (mit großen, dicken Rädern dran aus Gummi) hinwegsausen kann. Eine Transportgesellschaft. Oder nein – wir müssen ja gar nichts transportieren. Nur fahren! Und fliegen. Und hinten in dem LKW befindet sich das mobile Studio, das von der Foundation für Recht und Verfassung in Osterby im strohbedeckten Bauernhof gefertigt wurde.
Ich könnte – wenn, wenn Leute plötzlich eine musikalische Inspiration haben, dann könnte ich mit dem MLKWS dorthin fahren, über mir werden – ZACK – die passenden Musiker von Air Basssebe eingeflogen und tolle Musik entsteht. An Ort und Stelle. Dann transportieren wir zwar doch was, aber, aber es wird nicht schlecht, wenn die Kühlung kaputt geht und es beschwert sich nicht, wenn man - obwohl - es beschwert sich wahrscheinlich doch. Aber irgendwie wird es wohl gehen. An Ort und Stelle.
Oder gibt es das schon?
Ich könnte – wenn, wenn Leute plötzlich eine musikalische Inspiration haben, dann könnte ich mit dem MLKWS dorthin fahren, über mir werden – ZACK – die passenden Musiker von Air Basssebe eingeflogen und tolle Musik entsteht. An Ort und Stelle. Dann transportieren wir zwar doch was, aber, aber es wird nicht schlecht, wenn die Kühlung kaputt geht und es beschwert sich nicht, wenn man - obwohl - es beschwert sich wahrscheinlich doch. Aber irgendwie wird es wohl gehen. An Ort und Stelle.
Oder gibt es das schon?

Nun, wenn ich eine Leitung bekomme? Ich bin mir nicht sicher, doch es sieht verdammt komplex, und genauso wunderschön wie abhängig machend aus.
Jeder Radiomoderator hört nicht auf zu schreien; es sei jetzt endlich Sommer und wir sollen alle an den Strand gehen und die schöne Sonne scheint heute 14 Stunden lang und sie verwöhnt uns mit ihren Strahlen und und und... Doch umso mehr Leute man fragt, desto häufiger bekommt man stöhnend zu hören, dass es ja auch ruhig 10 Grad kühler sein könnte. Und ich persönlich finde, es könnten auch durchaus 20 Grad sein. Jetzt in diesem Moment wünsche ich mir den Winter. Mit viel weißem Schnee, dunklen, stillen Straßen und dampfendem Atem. Und sollte es in 6 - 7 Monaten soweit sein, dann werde ich mir nicht den Sommer wünschen. Keine nassgeschwitzten Emmas, keine Temepraturrekorde, keine überfüllten Eiscafés und keine schmilzenden Gummibeläge. Es sollen sich alle Leute, denen es nicht zu warm ist, amüsieren und vergnügen, aber ich möchte lieber einen Schneemann bauen. Oder einen Schneeleguan, oder einen Schnee... Einen SchneeMurray! Nein, stattdessen muss man selbst Cornflakes in den Kühlschrank stellen!

Folge 15:
Nach einer kurzen aber aufschlussreichen Einführung der Hauptfiguren geht es direkt und ohne Geplänkel los, der Himmel verfinstert sich, unnatürlich viele Blitze schlagen auf der Erde ein, jeglicher elektrischer Strom fällt aus; und die ersten Menschenopfer zerplatzen regelrecht, wie mit Asche gefüllte Luftballons. Die Bilder der Zerstöung sind uneingeschränkt erbarmungslos, beklemmend und so realistisch und atmosphärisch, dass mir buchstäblich "die Spucke wegblieb". Rüttelnde Kamera, düstere, schnelle Optik und eindringende Sounds wirken authentischer und näher, als ich es vom "Endzeit-Kino" gewohnt bin. Überhaupt verfolgt der Film nicht das übliche Konzept: Es ist keine einzige Amerikanische Flagge zu sehen, kein Weißes Haus wird vernichtet, kein Kremmel, keine Freiheitsstatue. Es hüpft auch kein Präsident mit einem Beraterteam durch die Gegend, um sich mit Wissenschaftlern und Kampfpiloten zu streiten.
Tochter Rachel (Dakota Fanning) hatte für mich die seit langer Zeit ausdrucksstärksten Augen der Kinosaison. Ich bin normalerweise von Kindern in Filmen selten begeistert und oft einfach genervt, aber dieses Mädchen spielt eindrucksvoll und "trägt den Film", wie Matthias sagte. Fortwährend hat man Angst um Rachel, möchte sie am liebsten selbst beschützen. "Und jetzt verrate mir den Plan um deiner 10jährigen Schwester den Krieg zu ersparen!" schreit Ray Sohn Robbie an. Neben den mächtigen Bildern ist es für mich umso beeindruckender, dass sich Szenen, die ganz ohne technischen Aufwand auskommen, so "ins Gehirn einbrennen" (Matthias): Ray verbindet der Kleinen die Augen. "Erinnerst du dich an das Gute-Nacht-Lied, dass ich dir vorsingen sollte? Das, von dem ich den Text nicht kannte? Ich möchte, dass du es jetzt singst hörst du?" (...)