Bibi Blocksberg
Folge 15:Bibi und die Weihnachtsmänner
"Francois! Stop süßholzraspling,
du blockierst die Startbahn!"
*freu*
Folge 15:
Nach einer kurzen aber aufschlussreichen Einführung der Hauptfiguren geht es direkt und ohne Geplänkel los, der Himmel verfinstert sich, unnatürlich viele Blitze schlagen auf der Erde ein, jeglicher elektrischer Strom fällt aus; und die ersten Menschenopfer zerplatzen regelrecht, wie mit Asche gefüllte Luftballons. Die Bilder der Zerstöung sind uneingeschränkt erbarmungslos, beklemmend und so realistisch und atmosphärisch, dass mir buchstäblich "die Spucke wegblieb". Rüttelnde Kamera, düstere, schnelle Optik und eindringende Sounds wirken authentischer und näher, als ich es vom "Endzeit-Kino" gewohnt bin. Überhaupt verfolgt der Film nicht das übliche Konzept: Es ist keine einzige Amerikanische Flagge zu sehen, kein Weißes Haus wird vernichtet, kein Kremmel, keine Freiheitsstatue. Es hüpft auch kein Präsident mit einem Beraterteam durch die Gegend, um sich mit Wissenschaftlern und Kampfpiloten zu streiten.
Tochter Rachel (Dakota Fanning) hatte für mich die seit langer Zeit ausdrucksstärksten Augen der Kinosaison. Ich bin normalerweise von Kindern in Filmen selten begeistert und oft einfach genervt, aber dieses Mädchen spielt eindrucksvoll und "trägt den Film", wie Matthias sagte. Fortwährend hat man Angst um Rachel, möchte sie am liebsten selbst beschützen. "Und jetzt verrate mir den Plan um deiner 10jährigen Schwester den Krieg zu ersparen!" schreit Ray Sohn Robbie an. Neben den mächtigen Bildern ist es für mich umso beeindruckender, dass sich Szenen, die ganz ohne technischen Aufwand auskommen, so "ins Gehirn einbrennen" (Matthias): Ray verbindet der Kleinen die Augen. "Erinnerst du dich an das Gute-Nacht-Lied, dass ich dir vorsingen sollte? Das, von dem ich den Text nicht kannte? Ich möchte, dass du es jetzt singst hörst du?" (...)