Denk nach, Noah!
Heute habe ich mich gefragt, wozu Zecken eigentlich gut sind. (Ganz abgeshen einmal davon, dass der Begriff "Zecke" allein schon höchst abscheulich klingt) Ich möchte nämlich wirklich nicht gleich drauf los schimpfen! Doch mach ich mir akute Gedanken, denn der Kater bringt - seitdem draußen dieser Alibi-Sommer herrscht, mindestens eine pro Tag mit ins Haus. Sein Hals fühlt sich wie ein Streuselkuchen an, obwohl er von mir, der Nini und der Frau Doktor mit flüssigem Zeckenschutz zum auf den Katzennacken träufeln ausgerüstet worden ist und ich habe irgendwie keine Lust, dem Arznei die Schuld zu geben.Wozu diese kleinen krebsenden Blutsauger-Ärsche? Was war da los - mit Papa-Evolution? Will man mir allen Ernstes erklären, Zecken würden Nahrung für andere, das Deutsche Grasland bewohnende Tiere sein? Zecken haben außer dieser Saug-Angewohnheit ja auch keine sinnvolle Aufgabe - den Boden umgrabende Regenwürmer oder nervende Stechmücken erledingende Wespen sind da ja wohl wesentlich nützlicher. Zecken übertragen Krankheiten und sehen wiederlich aus.
Mich würde tatsächlich interessieren, ob es für ihre Existenz einen Grund gibt, oder ob ich Namen weiterer sinnloser Tiere sammeln und archivieren kann, um an die nächste Arche mal einen Leserbrief zu verfassen.
Warum gibt es nicht bei jedem Zeckenbiss einen - sagen wir mal - einen Gutschein für einmal Praxisgebühr oder gleich eine Überweisung oder einen, einen Eisbecher! Warum können Zecken nicht, während sie Blut saugen, die Lottozahlen um die Beissstelle (!) herum tätowieren? Herrje, diese Mistviecher. Kommen an, nehmen mein Blut und geben mir nix dafür - außer einer Hirnhautentzündung. Vielleicht ist das ja der Masterplan, um uns vom evolutionären Thron zu stoßen - wer weiß das schon.
