»Was ist los mit Peter Sack?«



Als ich vor Max Böhms Chalet eintraf, herrschte beinahe Finsternis. Es war fünf Uhr nachmittags. Ich läutete, keine Antwort. Ich läutete abermals und lauschte. Drinnen rührte sich nichts. Ich drehte eine Runde ums Haus, kein licht, kein offenes Fenster. Sonderbar. Bei meinem ersten Besuch hatte ich Böhm als einen eher pünktlichen Menschen kennen gelernt. Ich kehrte zu meinem Wagen zurück und wartete. In der Ferne wälzte sich ein dunkles Grollen über den Himmel, und ich schloß das Verdeck des Wagens. Um siebzehn Uhr dreißig war Böhm noch immer nicht erschienen. Ich beschloß, zum Freigelände zu fahren, vielleicht war der Ornithologe unterwegs und beobachtete seine Schützlinge.
Jean-Cristophe Grangé