Guten Morgen!

Jeden Tag fahre ich die gleiche Strecke mit dem Zug, hin, und am später am selben Tag wieder zurück. Jeden Tag um die gleiche Zeit. Die Linie ist auch jeden Tag gleich, und ich setze mich sogar nahezu jeden Tag in den gleichen Waggon des Zuges. Trotzdem – und wenn ich mir das mal genauer überlege – fallen mir nur zwei Personen ein, die ich jeden Tag erkenne. Ein Herr mit Aktenkoffer auf dem Schoß, der stets einen großen Kopfhörer trägt und oft irgendwelche Dokumente liest, und eine ältere Dame.

Wie ist es möglich, dass nur diese beiden Menschen zusammen mit mir regelmäßig in diesem Zug unterwegs sind? Oder habe ich all diese Gesichter am darauffolgenden Morgen aus meinem Gedächtnis verloren? Ist ein Zug wirklich so anonym? Beachtet man seinen Sitznachbarn wirklich so wenig?

Das wäre traurig. Ich werde dem Mann mit dem Aktenkoffer in der nächsten Woche nicht nur zulächeln, sondern ihm einen guten Morgen wünschen. Er könnte doch sehr freundlich sein?

Ein guter Plan.

Sonntag, 14. März 2010

Unten bei Eric

Donnerstag, 11. März 2010

Tief durchatmen

Freitag, 12. Februar 2010

21-Minuten-Herz

Heute ist eine Menge schiefgegangen. Und wenn dies ein Tag im Sommer gewesen wäre, bei schneidenden 34 Grad und flimmernder Luft, ich hätte soooo viele Gründe gehabt, mich aufzuregen und wütend zu werden. Aber heute konnte mir kein Fahrkartenkontrolleur, kein Kopfhörerkabel, keine Sparkasse, kein Stau und keine unfreundlichen Passanten die Liebe zum Schnee verderben. Der Bus, der in einer schadenfrohem Abgaswolke vor meinen Augen davonschrammte, dem habe ich bloß hinterhergelächelt. Soll er doch fahren, ich will gar nicht mit. Stattdessen konnte ich mir doch die Zeit mit dem Schnee an der Haltestelle vertreiben ...

Und wisst Ihr was? Es ist Winter da draußen!

Freitag, 29. Januar 2010

Kostbares Gut.

Es ist immer zu spät,
Ungläubig siehst du zu.
Es ist immer zu spät,
Die Dinge sind schneller als du.
Die Zeit ist immer zu knapp,
Schreib’ deinen Brief noch heut’ und lauf,
Gib ihn heute noch ab,
Es wartet jemand darauf
Mit Bangen und Hoffen,
Die Arme weit offen.
Doch die Zeit kommt dir zuvor.
Und wieder stehst du vor
Verschlossenem Tor.
Es ist immer zu spät.

Es ist immer zu spät.
Wie du dich sträubst, egal.
Es ist immer zu spät,
Es gibt kein nächstes Mal.
Du bist so nah dran,
Steh auf, da ist ein Telefon.
Nimm deinen Mut, ruf einfach an,
So lange warten sie schon.
Du kannst sie noch erreichen,
Gib nur ein Lebenszeichen.
Ja, sofort. Ja, nachher.
Sie warten nicht mehr.
Das Zimmer ist leer.
Es ist immer zu spät.

Es ist immer zu spät, du hast es nicht gewagt,
Und dein ich liebe dich bleibt immer ungesagt.
Den versproch’nen Besuch hast du nicht gemacht,
Du hast nicht mehr an ihrem Bett gewacht,
Du hast die Blume nicht ins Haus gebracht
Vorm ersten Frost in der sternklaren Nacht.
Es ist immer zu spät.

Es ist immer zu spät,
Die Chance ist schon verpasst.
Es ist immer zu spät,
Wenn du begriffen hast.
Die Bitte zu verzeih’n,
Die du zögernd verdrängst,
Sprich sie aus und lenk’ ein,
Du wolltest es längst.
Du musst sie jetzt sagen,
Oder ewig mit dir ’rumtragen,
Deine Worte: Verzeih!
Hätt‘ ich doch ... – Einerlei.
Könnt’ ich doch noch ...

Vorbei.



Reinhard Mey | Es Ist Immer Zu Spät

Dienstag, 26. Januar 2010

In dieser stillen Welt

Montag, 18. Januar 2010

»Real Nature«

Der Seemann ist wahrhaftig kein Feinschmecker, trotzdem hat er von »MelliFee« diese zwei Weihnachtsgeschenke bekommen. Ob er tatsächlich bemerkt, welch gar extravagantes Mahl er da im Napf hat, wage ich zu bezweifeln; obwohl ich natürlich nicht mitreden kann – oder wisst Ihr vielleicht, wie so ein gefiedertes Beutetier aus dem Garten des Nachbarn schmeckt?

Futter

Freitag, 15. Januar 2010

Schnee-Edition!

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