Weihnachten mit Klein-Tobi

Heute: Der Erste Advent.

Zunächst einmal muss ich mir selbst noch einen Umstand erklären, der mir nie richtig bewusst war: Der Erste Advent und der erste Dezember sind nicht ein und derselbe Tag!
Das bedeutet dann nämlich, dass der Erste Advent nicht der Tag ist, an dem man das erste Türchen seines Adventskalenders öffnen darf. Zum letzten Mal war das im Jahre 2002 der Fall, damals war der erste Dezember nämlich gleichzeitig der erste Sonntag im Monat. In diesem Jahr ist der erste Dezember ein Samstag, am darauf folgenden Tag dann der Erste Advent.
Anders herum ist übrigens genauso selten am Vierten Advent Heiligabend, wie im letzten Jahr zum Beispiel.

Als ich ein kleiner Fanta war, hatte ich Anfang Dezember nie Schulferien. Trotzdem waren die Schultage anders. In der Woche vor dem Ersten Advent durften wir jeder eine Kerze auf die Tische stellen, Schüler mit coolen Eltern, so wie ich, hatten gleich ein ganzes kleines Weihnachtsgesteckt mit Tannengrün, getrockneten Mandarinenscheiben und drei Tannenzapfen. Nicht jeder Lehrer hat erlaubt, die Kerzen zu entzünden, denn natürlich beschäftigten sich alle Schüler nur noch mit dem Wachs, anstatt Frau Fargel beim Brüche kürzen zuzuschauen. 'Klassenlehrerstunden' hingegen wurden bewusst mit dem Vorlesen von Geschichten, dem berühmten Julclub (wie auch immer es geschrieben wird) und dem ein oder anderen besinnlichen Beisammensein verbracht. Schule war... Die Schule war plötzlich ganz erträglich, nach dem Ersten Advent.

Bei uns zu Hause gab es diesen großen Umzugskarton, in den der gesamte Weihnachtsschmuck gepackt war, und einen zweiten, in dem die Sachen für den Baum die Weihnachtszeit abwarteten. Ich weiß nicht mehr genau, wann der Karton mit den Engeln, den Sternen und den kleinen Figürchen aus roten Holzperlen, die als Hüte auf dem Kopf eine halbe Eichel haben, aus dem Keller geholt wurde, wahrscheinlich Anfang Dezember. In diesem Karton war auch diese Pyramide, die man sich ins Küchenfenster stellt... Die man durch das Drehen an der äußersten Birne ein- und ausschaltet! Und diese Pyramide war für mich immer das endgültige und untrügliche Zeichen dafür, dass die Weihnachtszeit begonnen hatte. Morgens vor der Schule, als ich meine Toasts mit Salami und Nutella aß, schaute ich immer zu den Lämpchen an der Pyramide und dachte: Heute wird es hoffentlich schneien.

Oder zumindest richtig schön eisig kalt sollte es werden, denn es war der Erste Advent, und da hat es gefälligst kalt zu sein.

Nächstes Kapitel: Der Adventskalender

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Das Böse

"Ach ja, ach ja... Das Böse... Ich erinnere mich... Was ist eigentlich das Böse und warum muss es in der Welt sein? Wir disputieren bisweilen darüber dort oben. Aber es ist wahrhaftig ein großes Rätsel, sogar für unsereins. Wisst Ihr, meine kleinen Freunde... Von der Ewigkeit her gesehen nimmt es sich oftmals ganz anders aus, als im Reich der Zeit. Da sieht man, dass es eigentlich letzten Endes immer dem Guten dienen muss. Es ist sozusagen ein Widerspruch in sich selbst!
Immer... Strebt es nach der Macht über das Gute... Aber es kann ja ohne das Gute nicht sein und würde es je die vollständige Macht erlangen, so müsste es gerade das zerstören, worüber es Macht zu haben begehrt. Darum, meine Lieben, kann es nur dauern, so lange es unvollständig ist. Wäre es ganz, dann würde es sich selbst aufheben. Darum hat es eben keinen Platz in der Ewigkeit.
Ewig ist nur das Gute, denn es enthält sich selbst ohne Widerspruch."


St. Sylvester

Aus:
Michael Endes Der Satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Neue Kategorie: Weihnachten mit Klein-Tobi

Heute: Die Sache mit den Plätzchen.

Ich erinnere mich nicht daran, wann die Weihnachtszeit begann.

Als ich ein kleiner Fanta war, da gab es immer diesen Tag, an dem man sich fragte: Oh, ist nicht eigentlich in drei Wochen schon der 1. Advent? Oder andere Leute sagten: Ey, nächste Woche ist schon der 1. Advent! Da war es ganz egal, ob jemand das zwei Tage vorher oder schon am 13. Oktober sagte, von diesem Tag an war Weihnachtszeit.
Ich hatte damals nie das Gefühl, dass es die Lebkuchen und die Schokoladenweihnachtsmänner in den Supermärkten zu früh gab. Ich mochte die ganzen bunten Süßigkeiten ohnehin nicht, ich wollte immer nur diese Kringel, die wie Chipsletten eingepackt waren und bei deren Genuss ständig diese kleinen weißen Streusel hinter den Backenzähnen verschwanden. Ich mochte keine Waffeleiner, mit Mandarinen konnte ich auch nichts anfangen, warum man Nüsse essen soll, habe ich nie verstanden (obwohl ich im Nussknacker eine innovative und unterhaltsame Erfindung sah) und Schokolade mit Gelee gefüllt war ganz, ganz eklig. Ich wollte nur diese Kringel und normale Schokoweihnachstmänner.

Bei den Keksen verhielt es sich ähnlich. Erstens wollte ich nicht einsehen, warum man diesen unfassbar leckeren Teig überhaupt im Ofen backen muss, wäre es nach mir gegangen, es hätte zum Nachtisch jeden Tag eine Schüssel mit Keksteig gegeben. Nun kamen die Kekse aber doch ins Rohr, und ich verstand noch etwas nicht: Wieso mussten die fertigen Kekse mit bunten Streuseln, chemischer Lebensmittelfarbe und ekligem Zuckerguss 'verzieren'? Für mich waren die Kekse fertig, sobald sie aus dem Ofen kamen.
Meine Lieblingskeksform war die eines Seehundes, (bei dessen Keksen dann immer die Schwanzflosse abgebrochen ist) ich erinnere mich an verschiedene Sterne, einen Mond und einen... Wal, glaube ich. Einen Weihnachtsbaum gab es, eine Sternschnuppe und einen kleinen VW-Käfer.
Das 'Plätzchenbacken' war ein in sich abgeschlossenes, vollkommen weihnachtliches Ereignis. Allein das sorglose und großzügige Verteilen von Mehl auf dem Ausziehtisch gab es zu keiner anderen Zeit im Jahr. Man hatte die Ärmel hochgekrempelt, manchmal hieß es auch, dass man dieses Hemd doch bitte nicht beim Backen anziehen soll, nicht, dass es noch 'eingesaut' wird. Ich kniete auf den Hockern (die leider letztes Jahr gegen meinen Willen im Sperrmüll vernichtet worden sind) und versuchte, auf dem plattgerollten Teig so viele Kekse wie möglich auszustechen. "Hier, guck' mal, hier kannst du noch einen von diesen hier machen, der Platz reicht doch!", hieß es dann, wobei doch jeder wusste: Je weniger Kekse man ausstach, und je unglücklicher sie auf dem Teig zueinander angeordnet waren, desto mehr 'Reste' zum Wegnaschen gab es.

Faszinierend am Ganzen ist, dass man die Kekse eigentlich nur machen und backen wollte.
Gegessen hat die bei uns niemand.

Nachts bin ich dann mit Sebe in die Küche geschlichen und habe nach dem restlichen Teig im Kühlschrank gesucht. Man musste so naschen, dass am nächsten Tag keine Spuren zu sehen waren, damals dachte man noch, die Eltern würden es tatsächlich nicht merken. (Was natürlich Unsinn ist)
Noch heute schmecke ich den Zucker im Teig, und ich höre immer noch das Quietschen des Nudelholzes. Heute ist der 26. September, draußen scheint die Sonne, beim Rewe liegen tonnenweise Lebkuchen mit Zartbitterschokolade, sogar Adventskalender habe ich entdeckt. Und trotzdem hat in diesem Jahr noch niemand gesagt: "Mensch sag' mal, in zwei Monaten ist schon der erste Advent!"

Nächstes Kapitel: Der Erste Advent

Dienstag, 25. September 2007

Nesthäkchen:

Montag, 10. September 2007

...

Ich glaube, Autos wurden nur erfunden, damit sie in Filmen explodieren können.

Sonntag, 9. September 2007

Ach und noch etwas:

Wer ist eigentlich Knut?

Donnerstag, 6. September 2007

BiFi!

Ich verstehe seinen Namen nicht!
Wie nennt die BiFi-Bande den Jungen, der
oben in der Einstiegsluke zum Baumhaus
hängt? Auch wenn es ein "Bandenname" ist,
ich verstehe ihn nicht!

Heißt er Spoiler? Oder Boiler? Beiler? Spider? Beider? Beule? Beula?

Helft mir!

Donnerstag, 6. September 2007

*Seufz*

Mittwoch, 5. September 2007

28 Kinofilme Later...

Wo kommen bloß diese vielen dummen Menschen her? Alle reden, ununterbrochen, und... Wollen die den Film im Kino denn selbst nicht sehen? Oder hören? Wieso labern die denn immer dazwischen? Was soll denn das? Warum blöken sie immer dann drauf los, wenn es gerade still ist? Und dann wird bei jedem handlungstreibenden Moment des Filmes ein blöder Kommentar verlautbart, ganz so als ob sie ihrem Umfeld bestätigen wollen: Oh, ich verstehe, der Eifelturm ist zu sehen, das ist das nächste Ziel. Genau, du dummer Gumbo. Ja, das soll bedeuten, dass die Infizierten nun in Paris sind, verdammt.
Zusätzlich muss der Gumbo dann auch noch jegliche im Film eingeblendete Untertitel laut vorlesen, damit das auch niemand übersieht. Im Eifer des Gefechts. Und es sind diese Menschen, die ihren Müll nicht in die Papierkörbe werfen und die Cola verschütten, und sie lachen darüber und treten das Popcorn absichtlich im Teppich fest. Und diese Leute kommen auch zu spät und bleiben dann in der Reihe vor einem stehen, breiten am liebsten noch ihre Jacke zwischen mir und der Leinwand aus und haben sich aber dann doch in der Reihe geirrt, weil sie offensichtlich keine Zahlen lesen können -

oder vielleicht können sie gar nicht lesen, wundern würde es mich nicht.

Mittwoch, 5. September 2007

Schnee-Edition!

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