Der Gestrenge Richter

Richter Furcht hat bereits mit vielen unangenehmen Menschen zu tun gehabt, aber jener, der sich selbst „der Philosoph“ nannte, obwohl er dieses Fach nie studiert hatte, hatte ihn wirklich verärgert. Furcht verkündet:
„Ich werde dich den Wert der Ehrlichkeit lehren, Häftling. Du bist für schuldig befunden worden, ein Gauner und Schwindler zu sein, der das Gericht mehrfach vorsätzlich belogen hat, um seine erbärmliche Haut zu retten. Nun aber erhältst du deine gerechte Strafe, mein Freund. Du wirst dazu verurteilt…“ (hier macht der Richter eine wirkungsvolle Pause, zieht ein paar schwarze Handschuhe an und setzt einen kleinen schwarzen Hut auf) „…am Halse aufgehängt zu werden, bis der Tod eintritt. Bis zu diesem Tag bleibst du eingesperrt. Da ich jedoch ein großmütiger Richter bin, gebe ich dir noch eine Gelegenheit, den Wert der Ehrlichkeit schätzen zu lernen. Wenn es dir gelingt, am Tag deiner Hinrichtung eine wahre Aussage auf einem Zettel niederzuschreiben, wird die Strafe in zehn Jahre Gefängnis umgewandelt. Sollte deine Aussage nach Meinung des Obersten Scharfrichters jedoch falsch sein, wird das Urteil sofort vollstreckt. Ich warne dich“, fügt Furcht hinzu, als er sieht, dass seine Worte nicht den gewünschten Effekt hatten, „der Mann ist Mitglied im Verein der Logisch-positivistischen Scharfrichter und wird jeden metaphysischen Unfug sofort durchschauen, also versuche besser nicht, ihn hereinzulegen! Ich gebe dir einen Tag Bedenkzeit!“
Daraufhin applaudieren die Schöffen dem Richter für sein strenges Urteil. Alle Anwesenden schauen auf den Angeklagten und sind zufrieden, dass dieser Halunke eine so harte Strafe bekommen hat und sich zusätzlich durch seine öffentliche Erklärung demütigen muss. Zur Verwunderung aller aber grinst der Philosoph nur, als er in die Todeszelle gebracht wird.
Am Tag der Hinrichtung überreicht der Verurteilte dem Richter strahlend seinen Zettel. Dieser liest ihn mit wachsender Bestürzung, knüllt ihn schließlich wütend zusammen und bestimmt, dass der Philosoph ohne jede weitere Strafe frei gelassen wird.

Ich weiß, die "Lösung" ist nicht besonders schwer zu finden, aber ich mag das irgendwie.

Sonntag, 6. November 2005

Where is Julia?

Brainstorming zu Jodie Fosters "FLIGHTPLAN":

Laut, lächerlich unrealistisch, dämlich, ein ganz klein bisschen überraschend sogar, sehr spannend. Sean Bean ist stark, ich wollte und wollte und wollte John Cusack als Carson sehen, Jodie Foster ist toll, heult aber zu viel. Zum Teil sehr schön inszeniert, zum Teil blöd geschnitten. Das Flugzeug war bescheuert und ich weiß nicht, was ein Avionik-Raum ist. Das Ende des Films ist nicht unbedingt schlecht, hätte aber irgendwie flotter sein müssen. Ich will den Film mit einer echten Triebwerksingeneurin sehen.

Donnerstag, 3. November 2005

4/610

Und Gott fragte zuerst die Steine: "Wollt ihr ABC-Soldaten werden?"
Und die Steine antworteten: "Nein, wir sind nicht hart genug."

Mittwoch, 2. November 2005

Muh?



Montag, 31. Oktober 2005

Groundhog Day

Phil Connors ist ein Wetterman. So jemand wie Jörg Kachelmann, könnte man sagen. Doch abgesehen vom An- und Voraussagen der Tiefdruckgebiete hat Phil noch ein anderes Hobby: Den Zynismus. "Wissen sie, Menschen mögen auch Blutwurst und sowas, Menschen sind Schwachköpfe!" (Phil)
Jedes Jahr, am 2. Februar, macht sich Phil aus Pitthsburg auf den Weg nach Punxsutawney, einem kleinen verträumten Städtchen im Süden Pnnsylvanias, um auf Kanal 9 vom Murmeltiertag zu berichten.
Wenn nämlich das Murmeltier, das ganz zufälligerweise ebenfalls den Namen Phil trägt, aus seinem Baumstammhäusschen kommt und seinen Schatten sieht, gibt es der Legende nach weitere 6 Wochen Winter. Phil, der wie zu erwarten angewidert vom Murmeltier und seinen Fans die Reportage macht, gerät auf dem Rückweg in einen Schneesturm und muss eine weitere Nacht in Punxsutawney bleiben.
Doch als er am nächsten Morgen aufwacht, muss er verwirrt feststellen, dass es abermals der 2. Februar ist und sich jedes noch so kleine Detail des Tages wiederholt. Er ist plötzlich in einer Zeitschleife gefangen, in der für Phil jeder Tag der Selbe ist, der 2. Februar, der Murmeltiertag. Und schnell bemerkt Phil, dass er dadurch in gewisser Weise zum allwissenden Herrscher über die Zeit wird und er beginnt gnadenlos jeden Aspekt zu seinem Vorteil auszunutzen.
Dann jedoch verliebt sich Phil in seine Produktionsleiterin und muss feststellen, dass es für einen selbstsüchtigen Zyniker mehr als Allwissenheit benötigt, um in nur 18 Stunden ihr Herz zu gewinnen.

Samstag, 29. Oktober 2005

Vorschrift?!

"Weiß Du, was unmöglich ist?
In 'nem runden Zimmer in die Ecke zu pinkeln!"


Banana Joe

Donnerstag, 27. Oktober 2005

Advent...

Heute mal ein ganz langer Beitrag, den ich beim claus und bei nelly geklaut hab und auch in voller (naja fast) Länge hier ablichte. Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte bei claus in den Kommentaren (Anmeldeschluß ist der 06. November).


"Warum uns der Dezember nicht schrecken kann und sollte

Damen und Herren, es wird Zeit das Santa Claus für den diesjährigen Adventkalender die Werbetrommel rührt:
Um was geht es:

Wir erstellen einen Adventkalender (genau, fühlen Sie sich ruhig angesprochen, war auch so gemeint)

EINEN ADVENTSKALENDER, FÜR MICH?

Genau, richtig gelesen

ÄH, UND WIE FUNKTIONIERT DAS?

Ganz simpel: Jeder Teilnehmer ist für einen Tag des Adventskalenders verantwortlich.

JA, UND DAS BEDEUTET DANN WAS?

Eine kleine Überraschung nach Wahl kreieren, schreiben, kaufen, fangen, malen, kneten, basteln, kochen, stampfen, etc.etc.etc.
Was auch immer es dann ist, einpacken. Für jede teilnehmende Person einmal

ICH SOLL ALSO EIN PÄCKCHEN PACKEN?

Jaaain, Sie sollen ein Päckchen packen. Für jeden Teilnehmer. Und im Päckchen soll immer das gleiche enthalten sein. Bei der angenommenen Höchtzahl an Teilnehmern könnte das im Endeffekt bedeuten, dass Sie 24x die gleiche Überraschung kreieren, schreiben, kaufen, fangen, malen, kneten, basteln, kochen, stampfen, etc.etc.etc. müssen.

UND WIESO?

Damit dann alle Teilnehmer (hier sind sie ebenfalls mit gemeint) an dem Tag, für den Sie zuständig waren, das gleiche Kleinod in seinem Päckchen vorfinden kann.

HUI!

Genau! So ernten Sie an Ihrem Tag von allen Teilnehmern Lob, Dank und Anerkennung. Oder zumindestens die Chance auf eine -hoffentlich positive- Erwähnung im jeweiligen Blog der teilnehmenden Päckchenöffner. :o)

VIERUNDZWANZIG MAL! 24x DAS GLEICHE GESCHENK EINPACKEN, DAS KLINGT NACH MÜHEN, KOSTEN UND DRANGSAL?!?

Korrekt, und gut mitgedacht.
Das bedeutet in der Vorbereitung einiges an Arbeit. Aus der Erfahrung des vergangenen Jahres kann ich aber bestätigen, dass all dieses Leid mehr als aufgewogen wird, wenn man dafür dann jeden Tag ein Päckchen öffnen darf.

ABER VIERUNDZWANZIG MAL!

Schnick-Schnack. Letztes Jahr waren wir 10 Teilnehmer(innen), so dass der Adventskalender dann zum Adventscountdown umbenannt wurde.
Und wenn ich noch einmal aus dem Nähkästchen plaudern darf:
es war so großartig, dass ich dieses Jahr wieder einen Advents-wasauchimmer haben möchte."

Ich mach' mit.

Donnerstag, 27. Oktober 2005

Standpunkte:

Die Cinema schreibt:

"Bitte haben Sie beim nächsten Kinobesuch den Mut, eventuelle Störer im Saal auf folgende Benimmregeln hinzuweisen:

- Klingeltöne wie der rülpsende Jamba-Elch sind nicht lustig, sondern peinlich. Handy aus!

- Kommentare zum Geschehen auf der Leinwand sind nach dem Kinobesuch angebracht, aber NICHT während des Films.

- Rücksicht beim Essen und Trinken. Popcorn ist kein Spielzeug oder Wurfgeschoss.

- Wer den Werbeblock umgehen will, sollte als Zu-spät-Kommer leise und unauffällig seinen Platz einnehmen.
"


Das ist eine tolle Idee, aber leider gibt es zu viele Leute, die grundsätzlich gegen alle vier Benimmregeln gleichzeitig verstoßen und bei der kleinsten Beschwerde nach dem Kinobesuch unten am Eingang mit diversen Hieb- und Stichwaffen warten. Da muss eine andere Regelung her. Sonst: Gute Nacht, Kino.

Mittwoch, 26. Oktober 2005

Schnee-Edition!

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