So kann man sich irren.

Heute waren alle Menschen, die man sich vorstellen kann, in meiner U-Bahn.
Es war so eng, dass ich mit meiner Hand nicht einmal zu meinem Gesicht kam,
um mich an der Nasenspitze zu kratzen. Ich dachte, ich müsste für immer einge-
quetscht sein.
Und dann fuhr die Bahn in die nächste Haltestelle ein, und vor der Schiebetür
zu dem Wagen, in dem ich steckte, standen ungefähr 238 kleine Schulkinder.
Die Tür öffnete sich, und alle Kinder wälzten sich hinein. Die kleinen Körper
waren wie Füllmaterial für die Fugen, die die staksigen Beine von den Erwach-
senen bildeten. Wie der lange Vierer beim Tetris. Ein passendes Kind für jedes
noch so kleine Plätzchen.
Niemals im Leben hätte ich es für möglich gehalten, dass so viele menschliche
Wesen in einen einzigen Zug passen.

Danke, dass ich ihn lebend und in einem Stück verlassen konnte.

Mittwoch, 12. November 2008

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