HVV
Was ist da draußen bloß los? Angenommen, man möchte um 15 Uhr 45 einen Termin wahrnehmen. Den Ort des Geschehens erreicht man mit zwei Bussen. Mit dem ersten muss man 4 Stationen fahren, er kommt alle 20 Minuten zur Haltestelle, an der man einsteigt, immer 'auf voll', also um 15 Uhr, dann um 15 Uhr 20 und um 15 Uhr 40. Mit dem zweiten Buss fährt man ebenfalls 4 Stationen, dieser kommt alle 10 Minuten an der Haltestelle, an der man in ihn umsteigen muss, also um 15 Uhr, 15 Uhr 10, 20, 30 und so weiter.
Laut Fahrplan dauert die Fahrt im ersten Bus 6 Minuten, die im zweiten 8. Das bedeutet also, dass man - laut Fahrplan - um 15 Uhr 38 an der Zielhaltestelle aussteigen kann und pünktlich um 15 Uhr 45 ankommt.
Laut Fahrplan.
Es geht nämlich damit los, dass der Bus, der um 15 Uhr 20 an der Haltestelle stehen soll, schon um 15 Uhr 18 da ist, weil an den zwei vorangegangenen Haltestellen niemand ein- oder ausgestiegen ist. Den verpasst man also. Der wartet auch nicht. Der Busfahrer guckt solange in den Rückspiegel, bis ich es gerade eben so nicht mehr schaffe. Man muss also direkt schon mal 24 Minuten auf den nächsten Bus warten. Der kommt dann nämlich seltsamerweise 2 Minuten zu spät, also um 15 Uhr 42. Man steigt ein und fährt die 4 Stationen in 6 Minuten, steht also um 15 Uhr 48 an der roten Ampel an der Kreuzung, an der man in den zweiten Bus umsteigen will. Dann, während die Ampel noch immer rot ist, fährt jener Bus um 15 Uhr 49, also eine Minute zu früh, vorbei, hält, und fährt weiter. Die Busfahrer sind vor Freude aus dem Häuschen und winken sich, wie nur sie es können. Dann steigt man aus und muss auf den nächsten Bus warten, der laut Fahrplan ja um 16 Uhr kommt, der in diesem Fall aber natürlich 2 Minuten Verspätung hat. Mann fährt 8 Minuten und ist um 16 Uhr 10 an der Zielhaltestelle.
Inklusive Fußweg war man also ziemlich genau eine Stunde unterwegs, für eine Strecke von vermutlich rund 8 Kilometern. Und das Allerbeste ist, dass das Ganze, wenn man die nicht weniger brisant verlaufende Rückfahrt bedenkt, 3 Euro und 10 Cent kostet.
Hurra. Gut, dass es nicht immer so läuft. Sonst: 'Fresse bludich', wie Gerrit sagen würde.
Laut Fahrplan dauert die Fahrt im ersten Bus 6 Minuten, die im zweiten 8. Das bedeutet also, dass man - laut Fahrplan - um 15 Uhr 38 an der Zielhaltestelle aussteigen kann und pünktlich um 15 Uhr 45 ankommt.
Laut Fahrplan.
Es geht nämlich damit los, dass der Bus, der um 15 Uhr 20 an der Haltestelle stehen soll, schon um 15 Uhr 18 da ist, weil an den zwei vorangegangenen Haltestellen niemand ein- oder ausgestiegen ist. Den verpasst man also. Der wartet auch nicht. Der Busfahrer guckt solange in den Rückspiegel, bis ich es gerade eben so nicht mehr schaffe. Man muss also direkt schon mal 24 Minuten auf den nächsten Bus warten. Der kommt dann nämlich seltsamerweise 2 Minuten zu spät, also um 15 Uhr 42. Man steigt ein und fährt die 4 Stationen in 6 Minuten, steht also um 15 Uhr 48 an der roten Ampel an der Kreuzung, an der man in den zweiten Bus umsteigen will. Dann, während die Ampel noch immer rot ist, fährt jener Bus um 15 Uhr 49, also eine Minute zu früh, vorbei, hält, und fährt weiter. Die Busfahrer sind vor Freude aus dem Häuschen und winken sich, wie nur sie es können. Dann steigt man aus und muss auf den nächsten Bus warten, der laut Fahrplan ja um 16 Uhr kommt, der in diesem Fall aber natürlich 2 Minuten Verspätung hat. Mann fährt 8 Minuten und ist um 16 Uhr 10 an der Zielhaltestelle.
Inklusive Fußweg war man also ziemlich genau eine Stunde unterwegs, für eine Strecke von vermutlich rund 8 Kilometern. Und das Allerbeste ist, dass das Ganze, wenn man die nicht weniger brisant verlaufende Rückfahrt bedenkt, 3 Euro und 10 Cent kostet.
Hurra. Gut, dass es nicht immer so läuft. Sonst: 'Fresse bludich', wie Gerrit sagen würde.
