Hast du den Text jetzt gepostet. weil du der Meinung warst jeder sollte ihn lesen, oder gab es Probleme beim Verständnis?
Wie auch immer, der Author führt seine Argumentation mit (sympathischer) knallharter Logik durch - obgleich er (abgesehen davon, dass er keine Lösung hat) - einen (meiner Meinung nach) entscheidenen Fehler begeht.
Der Ursprung einer logischen Argumentation, mit dem Ziel eine Lösung für ein Problem zu finden, beginnt mit der Kenntnis der Variablen (zu hoch? ;-)).
Also:
J. Baggini beschäftig sich mit dem Sinn des Lebens, ohne zu definieren was er als das "Leben" selbst versteht (sollte er dies einem vorherigen Kapitel getan haben nehme ich das natürlich zurück - will ja mal nicht so gemein sein ;-P).
Denn, obgleich dies anzunehmen ist, ist das Leben gar nicht so selbstverständlich, wie man man zuerst glaubt. (etliche Philosophen haben sich damit schon herumgeprügelt)
Sokrates (Platon) gibt einige interessante Denkanstöße in seinem "Höhlengleichnis". Da ich jetzt mal davon ausgehe, dass nicht jeder sich daran erinnert hier nochmal kurz die Fakten im "Schnelldurchlauf":
'Sokrates behauptet, dass wir uns nicht auf unsere Wahrnehmung von der Welt verlassen können, da wir nicht beweisen können, dass die Welt so ist, wie sie nunmal wirklich ist. Nehmen wir an, wir würden einige Menschen von Geburt an in eine Simulation stecken und ihnen eine Welt mit nur *zwei* Dimensionen vorgaukeln (es mag etwas abstrakt klingen, aber das ist ja auch nur eine Zusammenfassung). Nehmen wir nun weiter an, wir würden einen dieser Menschen für kurze Zeit aus der Simulation entfernen um ihm *die wahre Welt* zu zeigen, und ihn danach zurückschicken - würde er 1.Glauben was er gesehen hat, 2.Würden ihm seine "Mitgefangenen" glauben, was er gesehen hat 3. Was würde das für seine Weltanschauung bedeuten?'
Klingt seltsam, aber es stimmt nunmal (*knallharte* Logik eben ;-P)
Was wäre, wenn all dies hier auch nur eine Simulation ist, eine Projektion eines multidimensionalen Universums auf eine dreidimensionale Schablone?
Uiii, da werden die Augen groß, was? ;-)
Ich könnte jetzt noch weiter solche Sachen aufführen (Kant: "Ich denke - also BIN ICH.")
Aber ich höffe der Ansatz ist zumindest klar geworden:
Ich bin der Meinung, man kann keine Logische Argumentation über den Sinn des Lebens durchführen, ohne vorher *mit knallharter Logik* eindeutig definiert (vorzugsweise bewiesen) zu haben WAS man nun unter "Leben" versteht.
*puh...*
Also, da habe ich wieder mal meinen Senf dazugegeben, und anstatt das bestehende Problem zu lösen, habe ich lediglich auf ein weiteres hingewiesen. Aber, wer weiss... vielleicht hat ja noch jemand eine Lösung zur Frage parat... *vorausgesetzt er macht sich die Mühe den ganzen Mumpitz hier zu lesen :-D*
Verständnisprobleme gab es beim Text selbst und seiner Aussage erstmal nicht. Der Grund für das Posten dieses Textes ist simpel: Ich habe ihn gelesen und mich hat eben genau diese "kanllharte Logik" ziemlich beeindruckt. Auch wenn er voreingenommen ist und die kreationistische Theorie für schlichtweg falsch hält, geht er allen Denkansätzen nach. Man könnte sagen, niemand kommt zu kurz. Jedes Mal, wenn während des Lesens eine Frage aufkommt, geht er im daraufflogenden Absatz darauf ein. Dennoch ist es natürlich, gerade für Nicht-Philosophen, ganz schön verwirrend, über solch theoretische Strukturen, die das eigene Dasein betreffen, nachzudenken. Wahrscheinlich sind aber auch viele Leute entweder nicht imstande, oder einfach nicht willens, sich damit zu beschäftigen. (... Mumpitz)
Und was bedeutet "beschäftigen" konkret? Eine Lösung finden? Für mich persönlich gibt es keine Lösung. Ob nun kreationistisch, naturalistisch, 3-dimensionale Schablone oder einfach Fernsehen - wir haben oft viel zu viel innerhalb eines dieser "Leben" zu tun, als dass wir Zeit hätten uns zu fragen, wo wir denn nun herkommen und wo wir hingehen - und das ist auch ganz gut so. Wo kämen wir denn hin, wenn alle Menschen (die nicht fest von Gott und Genesis überzeugt sind) herumlaufen würden, und den ganzen Tag nur den Sinn des Lebens hinterfragen?
Trotzdem: Warum keine Diskussion in Gang bringen? Dagegen hätte ich auch nichts einzuwenden.
Und abgesehen von aller Philosophie liebe ich Bagginis Satzkonstruktionen. *suhl*
...und Gott würfelt doch!
Wie auch immer, der Author führt seine Argumentation mit (sympathischer) knallharter Logik durch - obgleich er (abgesehen davon, dass er keine Lösung hat) - einen (meiner Meinung nach) entscheidenen Fehler begeht.
Der Ursprung einer logischen Argumentation, mit dem Ziel eine Lösung für ein Problem zu finden, beginnt mit der Kenntnis der Variablen (zu hoch? ;-)).
Also:
J. Baggini beschäftig sich mit dem Sinn des Lebens, ohne zu definieren was er als das "Leben" selbst versteht (sollte er dies einem vorherigen Kapitel getan haben nehme ich das natürlich zurück - will ja mal nicht so gemein sein ;-P).
Denn, obgleich dies anzunehmen ist, ist das Leben gar nicht so selbstverständlich, wie man man zuerst glaubt. (etliche Philosophen haben sich damit schon herumgeprügelt)
Sokrates (Platon) gibt einige interessante Denkanstöße in seinem "Höhlengleichnis". Da ich jetzt mal davon ausgehe, dass nicht jeder sich daran erinnert hier nochmal kurz die Fakten im "Schnelldurchlauf":
'Sokrates behauptet, dass wir uns nicht auf unsere Wahrnehmung von der Welt verlassen können, da wir nicht beweisen können, dass die Welt so ist, wie sie nunmal wirklich ist. Nehmen wir an, wir würden einige Menschen von Geburt an in eine Simulation stecken und ihnen eine Welt mit nur *zwei* Dimensionen vorgaukeln (es mag etwas abstrakt klingen, aber das ist ja auch nur eine Zusammenfassung). Nehmen wir nun weiter an, wir würden einen dieser Menschen für kurze Zeit aus der Simulation entfernen um ihm *die wahre Welt* zu zeigen, und ihn danach zurückschicken - würde er 1.Glauben was er gesehen hat, 2.Würden ihm seine "Mitgefangenen" glauben, was er gesehen hat 3. Was würde das für seine Weltanschauung bedeuten?'
Klingt seltsam, aber es stimmt nunmal (*knallharte* Logik eben ;-P)
Was wäre, wenn all dies hier auch nur eine Simulation ist, eine Projektion eines multidimensionalen Universums auf eine dreidimensionale Schablone?
Uiii, da werden die Augen groß, was? ;-)
Ich könnte jetzt noch weiter solche Sachen aufführen (Kant: "Ich denke - also BIN ICH.")
Aber ich höffe der Ansatz ist zumindest klar geworden:
Ich bin der Meinung, man kann keine Logische Argumentation über den Sinn des Lebens durchführen, ohne vorher *mit knallharter Logik* eindeutig definiert (vorzugsweise bewiesen) zu haben WAS man nun unter "Leben" versteht.
*puh...*
Also, da habe ich wieder mal meinen Senf dazugegeben, und anstatt das bestehende Problem zu lösen, habe ich lediglich auf ein weiteres hingewiesen. Aber, wer weiss... vielleicht hat ja noch jemand eine Lösung zur Frage parat... *vorausgesetzt er macht sich die Mühe den ganzen Mumpitz hier zu lesen :-D*
mfG Hannibal
Do 1 + 2 Std.
Und was bedeutet "beschäftigen" konkret? Eine Lösung finden? Für mich persönlich gibt es keine Lösung. Ob nun kreationistisch, naturalistisch, 3-dimensionale Schablone oder einfach Fernsehen - wir haben oft viel zu viel innerhalb eines dieser "Leben" zu tun, als dass wir Zeit hätten uns zu fragen, wo wir denn nun herkommen und wo wir hingehen - und das ist auch ganz gut so. Wo kämen wir denn hin, wenn alle Menschen (die nicht fest von Gott und Genesis überzeugt sind) herumlaufen würden, und den ganzen Tag nur den Sinn des Lebens hinterfragen?
Trotzdem: Warum keine Diskussion in Gang bringen? Dagegen hätte ich auch nichts einzuwenden.
Und abgesehen von aller Philosophie liebe ich Bagginis Satzkonstruktionen. *suhl*